Hepatitis B

Die Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Das Hepatitis-B-Virus (HBV) wird durch Kontakt mit infektiösem Blut oder infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen.¹

Was ist Hepatitis B?

Die Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit.1 Dabei handelt es sich um eine Leberinfektion, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) hervorgerufen wird.2

Eine akute Hepatitis-B-Infektion ist eine kurzfristige Erkrankung, die innerhalb der ersten 6 Monate nach der Exposition auftritt. Eine chronische Hepatitis-B-Infektion ist eine Langzeiterkrankung, die zu schweren Folgen wie z.B. Leberzirrhose und Leberkrebs führen kann.3

  • Für eine akute Hepatitis-B-Infektion gibt es keine spezielle Therapieindikation, sondern nur unterstützende Medikamente gegen die Symptome. Die Behandlung mit antiviralen Medikamenten ist bei Personen mit chronischer Hepatitis B indiziert.4
  • Eine chronische Hepatitis-B-Infektion kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, allerdings muss diese Therapie normalerweise ein Leben lang fortgeführt werden.4

 

romantic couple in love sitting together on rope swing at sunset beach, silhouettes of young man and woman on holidays or honeymoon

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass im Jahr 2022, ca. 254 Millionen Menschen weltweit mit Hepatitis B lebten.⁵ Im Jahr 2024 wurden 22.126 neue Hepatitis-B-Fälle in Deutschland gemeldet.¹

 

Im Jahr 2024 wurden 22.126 neue Hepatitis-B-Fälle in Deutschland gemeldet.

Wie wird Hepatitis übertragen?

Das Hepatitis-B-Virus (HBV) wird durch Kontakt mit infektiösem Blut oder infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen.7

Der häufigste Übertragungsweg hierzulande ist das Zusammenleben mit einem HBV-Träger, der intravenöse Drogenkonsum sowie die sexuelle Übertragung.1

 

1

Anzeichen und Symptome

Die Hepatitis-B-Infektion kann sehr unterschiedlich verlaufen und nicht jeder, der sich mit HBV infiziert, entwickelt auch Symptome.2

2

Die Zeit zwischen der Infektion und der Manifestation der akuten Hepatitis-B-Erkrankung beträgt durchschnittlich etwa 30 bis 180 Tage.2

Bei Erwachsenen verläuft eine HBV-Infektion häufig asymptomatisch oder mit unspezifischen Beschwerden.2

3

Für viele Menschen ist Hepatitis B eine kurzfristige Erkrankung. Für andere kann es zu einer langfristigen, chronischen Infektion werden.7

Bei einer akuten Infektion können Beschwerden wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber auftreten.7

4

Eine chronische HBV-Infektion kann zu ernsthaften oder sogar lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Man schätzt, dass ca. 3 % der infizierten Erwachsenen eine chronische Hepatitis entwickeln.⁷

Wer ist gefährdet?

Die meisten Hepatitis-B-Infektionen erfolgen durch Kontakt mit infiziertem Blut, aber auch Sperma und Speichen können infektiös sein. Das HBV-Virus kann bis zu sieben Tage auf Oberflächen überleben. Das bedeutet, dass es über Gegenstände übertragen werden kann, die mit infiziertem Körperflüssigkeiten (z.B. gebrauchte Nadeln) kontaminiert wurden.7
  • In Europa zählen eine sexuelle Übertragung und der intravenöse Drogenkonsum zu den häufigsten Übertragungswegen.7
  • Für medizinisches Personal besteht eine Impfempfehlung, dennoch bleibt die Hepatitis B weiterhin eine berufsbedingt vorkommende Infektionskrankheit im Gesundheitswesen.1
  • Hepatitis B kann außerdem durch Nadelstichverletzungen, Tätowierungen und Piercings übertragen werden.5
  • Weltweit wurden Präventionsmaßnahmen weiter vorangetrieben, wie z.B. der sichere Umgang mit Blut und Blutprodukten sowie sichere Injektionspraktiken im Gesundheitsbereich.6

Eine Hepatitis-B-Impfung bietet einen wirksamen Schutz.

Daher wurden in den meisten europäischen Ländern mittlerweile universelle Impfprogramme eingeführt.7 Die Hepatitis-B-Impfung stellt die wichtigste Säule der Hepatitis-B-Prävention dar.

In Deutschland ist die Impfung standardmäßig für Säuglinge empfohlen sowie als Indikationsimpfung für:

  • Erwachsene mit einem Risiko einer schweren Hepatitis-B-Erkrankung (z.B. immungeschwächte Menschen, HIV-positive Menschen)
  • Erwachsene mit erhöhtem Expositionsrisiko (z.B. Menschen mit engem Kontakt zu chronisch Infiziertem)
  • Medizinisches Personal
  • bestimmte Reisende

Erfahren Sie mehr über Hepatitis B

30 September 2025