Mpox

Mpox (früher „Affenpocken“) ist eine Virusinfektion, die durch das Mpox-Virus (Monkeypox-Virus, MPXV) verursacht wird, das mit den klassischen Pockenviren und den Kuhpockenviren verwandt ist.¹

 Was ist Mpox?

Bei Mpox handelt es sich um eine Zoonose, jedoch ist die Übertragung von Mensch zu Mensch vor allem bei engem Kontakt ebenfalls möglich.1

  • Man unterscheidet zwei genetisch unterschiedliche Kladen, I und II.²
  • Die Diagnostik, Behandlung und auch die Indikation zur Impfung unterscheiden sich zwischen Klade I und II bislang nicht.3
  • Es wird davon ausgegangen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen beide Kladen wirksam sind.3

 

Klade I (a & b) Klade IIa Klade IIb
Hauptsächlich
in Zentralafrika²
Hauptsächlich
in Westafrika²
Weltweit³

Anzeichen & Symptome von Mpox

1

Mpox-Patienten leiden unter einer hohen Krankheitslast!

Das Spektrum der Erkrankung reicht von leicht bis schwer.4
Die meisten Fälle zeigen eine systemische Erkrankung, die Folgendes umfassen:5,6

  • Fieber
  • Myalgie
  • Charakteristischer Ausschlag mit Papeln, die sich zu Bläschen, Pusteln und Krusten im Genital-, Anal- oder Mundbereich entwickeln und oft die Schleimhäute betreffen.
2

Inkubationszeit von 7-10 Tagen5,6

Der Schweregrad der Erkrankung hängt vom Ausgangszustand des Patienten, seiner Immunreaktion, einer früheren Pockenimpfung, dem Vorliegen von Begleiterkrankungen, dem Expositionsweg und dem Virusstamm ab.4,7

3

Mpox kann Komplikationen verursachen

Bis zu 40% der Patienten mit Mpox hatten Komplikationen, die eine medizinische Behandlung erforderten, z.B. antivirale Therapie, Antibiotika und Schmerzbekämpfung.5 Zu den Komplikationen gehörten Rektalschmerzen, Odynophagie, Penisödem sowie Haut- und Perianalabszesse.5

4

Teilweise mit Hospitalisierung

13% der Infizierten benötigten einen Krankenhausaufenthalt.5

Mpox hat weitreichende Folgen über die körperlichen Beschwerden hinaus!

Stigmatisierung im Zusammenhang mit Sexualität,8 Müdigkeit,9 Stigmatisierung im Zusammenhang mit Läsionen,8 Psychische Auswirkungen der langfristigen Vernarbung,8 Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens (Angstzustände, Depressionen),9 Verlust der Fitness,9 Starke Schmerzen,10 Beeinträchtigung der Lebensqualität.10

Stigmatisierung und Angst vor Diskriminierung können einige Risikopersonen davon abhalten, medizinische Beratung und Prävention in Anspruch zu nehmen.8

Risikofaktoren

Sexueller Kontakt ist der Hauptübertragungsweg von Mpox.

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch sexuellen Kontakt, gefolgt von nichtsexuellem Kontakt von Mensch zu Mensch. Die Übertragung über die Atemwege ist von geringerer Bedeutung.2,5 Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt zwischen Haut oder Schleimhäuten (sowohl Blaseninhalt als auch Schorf sind infektiös).2 Läsionen auf Schleimhäuten sind oft nicht leicht zu erkennen.2

 

Hochrisikogruppen

Risiko für eine Übertragung11
      • Homosexuelle, bisexuelle und andere Männer, die Sex mit Männern haben
      • Transgender und nicht-binäre Menschen mit mehreren Sexualpartnern

 

Risikofaktoren für einen schweren Verlauf und Komplikationen11
    • Immungeschwächte Personen
    • Schwangere Frauen

Vorbeugung & Behandlung

Personen mit Verdacht auf Mpox sollten medizinisch beurteilt und ggf. isoliert werden, bis der Hautausschlag vollständig abgeheilt ist. Dies verhindert die Weiterverbreitung des Virus. Impfungen sind eine wichtige Strategie zur Vorbeugung von Mpox-Infektionen. Die Behandlung erfolgt in der Regel unterstützend (z. B. gegen Fieber, Schmerzen, Juckreiz).4

Als Präventionsmaßname steht eine Impfung gegen Mpox zur Verfügung.1

Mehr erfahren über Mpox

30 September 2025

  1. Infektionsschutz.de: Mpox. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/krankheitsbilder/mpox/
  2. RKI: Mpox RKI Ratgeber. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Mpox.html?nn=16904216
  3. RKI: Mpox in Deutschland. https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/M/Mpox/Mpox-in-Deutschland.html
  4. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), Factsheet for health professionals on mpox. https://www.ecdc.europa.eu/en/all-topics-z/monkeypox/factsheet-health-professionals
  5. Mitjà O, et al. Monkeypox. Lancet. 2023;401(10370):60–74.
  6. Gessain A, et al. Affenpocken. N Engl J Med. 2022;387(19):1783–1793.
  7. Amer F, et al. Mpox: Risks and approaches to prevention. J.Infect. Public Health. 2023;16:901-910
  8. Witzel TC, et al. Experiences of mpox illness and case management among cis and trans gay, bisexual and other men who have sex with men in England: a qualitative study. eClinMed. 2024;70:102522.
  9. Berens-Riha N, et al. Persistent morbidity in Clade IIb mpox patients: interim results of a long-term follow-up study, Belgium, June to November 2022. Euro Surveill. 2023;28(7):2300072.
  10. Zeyen C, et al. Clinical spectrum and longterm outcomes of mpox: a cohort study spanning from acute infection to six-month follow-up. BMC Infec Dis. 2024;24:317.
  11. WHO: Mpox, Q&A. https://www.who.int/europe/news-room/questions-and-answers/item/mpox-q-a--what-you-need-to-know-about-mpox